Kennen Sie schon die Aus­löser, die bei Ihnen zu Atem­not oder einem Asthma­anfall führen? Für Asthma gibt es eine Viel­zahl an sogenannten Triggern (= Auslösern), die natürlich in unserer Um­welt vor­kommen können. Da sich viele Aus­löser gut vermeiden lassen und so Asthma­anfällen vor­gebeugt werden kann, ist es ratsam, seine individuellen Trigger zu kennen.

Generell ist die Häufigkeit von Asthma in den letzten Jahren gestiegen. Forscher vermuten einen Zusammenhang zum Klimawandel, da sich durch die wärmeren Temperaturen die Pollensaison verlängert und mehr Pollen mit möglicherweise erhöhtem Allergiepotenzial in der Luft sind. Auch die zunehmende Luftverschmutzung trägt zur Häufung von asthmatischen Beschwerden bei.

Für Menschen mit allergischem Asthma gibt es also mehr „Gelegenheiten“, sich diesen Auslösern auszusetzen. Aber auch Patienten mit nicht-allergischem Asthma sollten beobachten, in welchen Situationen sie mit Symptomen reagieren.

Pollen können allergisches
Asthma auslösen.

Auslöser erkennen und beobachten

Um Ihre Aus­löser zu erkennen, hilft Ihnen beispiels­weise ein Asthma-Tagebuch. Darin können Sie verdächtige Trigger fest­halten und in Zusammen­hang mit Ihren Beschwerden bringen. Zeigen Sie das Asthma-Tagebuch auch Ihrem Arzt, er wird Sie dabei unter­stützen, die Auslöser zu erkennen. Gerade beim Saison­wechsel kann ein genaues Beobachten der eigenen Symptome hilf­reich sein, vorausschauend und schnell auf eine Verschlechterung zu reagieren. Die Peak-Flow-Messung ist ebenfalls ein geeignetes Mittel, um den Verlauf Ihrer Erkrankung nach­zuhalten. Diese können Sie ganz einfach selbst zuhause durchführen.

Mögliche Auslöser für Ihr Asthma sehen Sie hier im Überblick:

Mögliche Auslöser für Ihr Asthma sehen Sie hier im Überblick:

Inhalte in Anlehnung an BÄK, KBV, AWMF (Hrsg.), PatientenLeitlinie zur Nationalen VersorgungsLeitlinie Asthma, 2. Auflage Version 1.3, Mai 2011, https://www.patienten-information.de/patientenleitlinien/asthma, zuletzt eingesehen am 11.09.2020

… und nach Möglichkeit vermeiden

Einige der genannten Trigger lassen sich gut vermeiden:

  • Wählen Sie beispiels­weise statt dem allergie-auslösenden Nahrungsmittel ein Alternativ­produkt, wie zum Beispiel Ziegen- oder Schafs­milch anstelle der Kuhmilch.
  • Verzichten Sie in Ihrer Wohnung möglichst auf Teppiche und textile Flächen wie Gardinen, in denen sich Staub fangen kann, und waschen Sie Ihr Bett­zeug wöchentlich bei mindestens 60°C.
  • Nutzen Sie einen Pollenflugkalender für Ihre Region; auch pollen­dichte Luft­filter im Auto, die Abdichtung der Fenster mit Pollen­schutz­gitter und die Auf­bewahrung pollen­belasteter Kleidung außerhalb des Schlaf­­zim­mers kön­nen Er­leich­te­rung schaffen.
  • Versuchen Sie Stress und psychische Belastungen möglichst gering zu halten.
  • Achten Sie bei kaltem oder nebeligem Wetter darauf, sich nicht zu lange draußen auf­zuhalten, und nehmen Sie sich Zeit für den Wechsel zwischen warmer Wohnung und kalter Luft.
  • Sprechen Sie bei asthmatischen Beschwerden im Zusammen­hang mit Medikamenten mit Ihrem Arzt und suchen Sie gemeinsam nach Alter­nativen.

Nicht immer lassen sich die Aus­löser und somit die asthmatischen Beschwerden vermeiden. Wenden Sie sich daher bitte an Ihren Arzt und sprechen mit ihm über weitere Behandlungs-Möglichkeiten. Asthma ist heut­zutage eine Erkrankung, trotz der Sie nahezu uneingeschränkt Ihrem Alltag nach­gehen können, weil sie gut zu behandeln ist.

 

Wussten Sie schon …?

Das Phänomen „Gewitter-Asthma“ tritt direkt nach dem Gewitter auf und lässt sich darauf zurückführen, dass vermehrt Pollen durch die Luft gewirbelt werden. Kommt noch Regen hinzu, platzen die Pollenkörner auf und setzen ihre allergene Wirkung frei.

Allerdings beobachten Forscher auch bereits am Tag vor einem Unwetter einen Anstieg an Asthma-bedingten Notfällen: Der drohende Wetter­umschwung geht mit der Bewegung von Luft­massen einher, was zu einer erhöhten Temperatur und Fein­staub­konzentration in der Luft führt. Diesen Umschwung merken besonders ältere Patienten mit nicht-allergischem Asthma und reagieren mit Beschwerden.