Es kann im ersten Moment ein Schock sein, die Diagnose für die chronische Atemwegs­erkrankung Asthma zu erhalten. Da man heut­zutage aber schon viel über die Erkrankung weiß und eine Viel­zahl an Medikamenten verfügbar ist, können Sie trotzdem nahezu unein­geschränkt Ihrem Alltag nachgehen. Was Sie darüber hinaus tun können, um den Verlauf Ihres Asthmas positiv zu beein­flussen, erklären wir Ihnen hier.

Eine frühe Diagnose zahlt sich lang­fristig aus

Die ersten An­zeichen von Asthma sind nicht immer ein­deutig. Ein trockener Husten nach einem Spazier­gang in der kalten Luft, ein beklemmendes Gefühl in der Brust, eine reduzierte Leistungs­fähigkeit – wahrschein­lich hat es auch bei Ihnen etwas gedauert, bis die Diagnose gestellt wurde. So geht es den meisten Patienten: Im Schnitt vergehen fünf Jahre, bis die Erkrankung behandelt wird. Das ist wert­volle Zeit – denn je eher Asthma erkannt wird, umso früher lassen sich anfalls­freie Zeit­räume verlängern und Beschwerden lindern. Gut ein­gestellte Asthmatiker haben die gleiche Lebens­erwartung wie Gesunde und sind genauso leistungs­fähig. Unbehandelt hingegen werden die Atem­wege mit zunehmender Krankheits­dauer immer weiter geschädigt, sodass Sie mit dauer­haften Ein­schränkungen rechnen müssen.

Der Schweregrad richtet sich nach der Asthma-Kontrolle

Ziel der modernen Asthma-Therapie ist, dass Patienten weitestgehend beschwerdefrei sind. Zur Einschätzung des Schweregrads gibt es verschiedene Stufen vom leichten bis sehr schweren Asthma, die als Grundlage für die Auswahl geeigneter Medikamente dienen.

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Dr. Maren Schuhmann aus Konstanz rät Betroffenen, die Erkrankung zu beobachten, um eine Verschlechterung im Alter zu vermeiden.

Der Schweregrad des Asthmas muss mit fortschreitendem Alter jedoch nicht schlechter werden, wie man es von anderen chronischen Erkrankungen teilweise kennt. Wichtig ist dafür, den Krankheitsverlauf so früh wie möglich durch eine entsprechende Therapie positiv zu beeinflussen.

Asthma kennt kein Alter

Asthma zählt zu den so­genannten Volks­krankheiten, das bedeutet, dass die Erkrankung stark ver­breitet ist: etwa 6 % der Erwachsenen und der Kinder sind betroffen. Den größten Anteil macht dabei das allergische Asthma aus. Nicht-allergisches Asthma ist typisch bei Erwachsenen, wenn­gleich das allergische Asthma auch dort den größeren Anteil stellt.

Fakten zu Asthma bei Kindern vs. Erwachsene

Kinder Erwachsene
Mindestens 70 % der Kinder mit Asthma haben dieses bis zu ihrem fünften Lebens­jahr entwickelt. DIAGNOSE-ZEITPUNKT Das nicht-allergische Asthma tritt in der Regel erst im Er­wachsenen­alter auf.
Bei Kindern äußert sich Asthma meist nur durch leichte Beschwerden. SCHWERE-GRAD Nicht-allergisches Asthma ist tenden­ziell mit stärkeren Beschwerden als das allergische Asthma verbunden.
Jungen leiden deutlich häufiger an Asthma als Mädchen im gleichen Alter. BESONDERS BETROFFEN Frauen sind die am stärksten betroffene Gruppe in der Bevöl­kerung.
Wenn das Asthma früh­zeitig erkannt und konsequent be­handelt wird, kann es nach der Puber­tät verschwinden. BESCHWERDE-FREIHEIT Das Asthma bei Erwachsenen muss sich nicht zwangs­läufig ver­schlechtern, eine an­haltende Beschwerde­freiheit kann erlangt werden.

Schwankungen der Symptome

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Dr. Maren Schuhmann aus Konstanz erläutert warum Asthma-Patienten je nach Saison besonders mit Beschwerden zu kämpfen haben.

Asthma tritt anfallsartig auf, das heißt, der Schwergrad der Symptome schwankt zum Beispiel nach Phasen. Die meisten Asthma-Patienten kennen wahrscheinlich die Verschlechterung in bestimmten Jahreszeiten wie zur Pollensaison.

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Dr. Maren Schuhmann aus Konstanz erläutert warum Asthma-Patienten je nach Saison besonders mit Beschwerden zu kämpfen haben.

Asthma tritt anfallsartig auf, das heißt, der Schwergrad der Symptome schwankt zum Beispiel nach Phasen. Die meisten Asthma-Patienten kennen wahrscheinlich die Verschlechterung in bestimmten Jahreszeiten wie zur Pollensaison.

Auch wenn das Asthma sonst gut kontrolliert ist, kann es durch den vermehrten Kontakt zu Auslösern zu mehr Beschwerden kommen. Auch tägliche Schwankungen sind normal, wie zum Beispiel eine Verstärkung der Symptome in der Nacht oder am frühen Morgen.

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Dr. Maren Schuhmann zählt die besten Tipps auf, die Ihnen beim Umgang mit Ihrer Erkrankung helfen können.